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Von admin , 7 Januar 2026
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Karlstor
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Heidelberg Karlstor
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Kurzfacts

Die Heidelberger schenkten diesen römischen Triumphbogen dem Kurfürsten Karl Theodor im 18. Jahrhundert in Dankbarkeit dafür, dass er den Handel belebt und gefördert hat. Außerdem wollten sie gerne, dass er sich für Heidelberg als Herrschersitz entscheidet. Das prächtige Karlstor sollte ihn überzeugen, sich in Heidelberg niederzulassen.

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Karl Theodor war einer der wichtigsten deutschen Fürs­ten überhaupt. Er war ein großzügiger Förderer von Wissenschaft und Kunst und ein großer Reformator. Das heißt, dass er Fortschritt und neue Ideen unterstützte und umsetzte. Auf der Stadt abgewandten Seite des Tors könnt ihr das prächtige kurpfälzische Wappen sehen, das seine Macht zeigt. 

Und was ist jetzt diese Kurpfalz überhaupt? Die Kurpfalz war ein Fürstentum des Heiligen Römischen Reiches, das sich ab 1214 im Besitz der Wittelsbacher befand, einer sehr bedeutenden Herrscherfamilie, die über Jahrhunderte Könige und Kaiser hervorbrachte. Karl Theodor führte das Erbe nach dem Aussterben der bayerischen Wittelsbacher als Kurfürst fort. Das war im Jahr 1777, für alle, die es genau wissen wollen.

Die Heidelberger wollten unbedingt, dass Karl Theodor nach Heidelberg zieht. Denn, wenn ein Kurfürst in der Stadt lebte, bedeutete das, er kümmerte sich um die Stadt, investierte in sie und es ging den Bürgern gut. Deshalb ließen sie auch dieses Tor bauen. Doch trotz aller Bemühungen ging Karl Theodor nach Mannheim, wo er das Schloss Schwetzingen baute. Warum er keine Lust auf Heidelberg hatte, erzählen wir euch später noch. Den Mannheimern ging es jedenfalls fortan blendend und die Heidelberger versanken in der Bedeutungslosigkeit.

Funfacts

Funfacts

Das Karlstor wurde nie ganz vollendet, weil den Bürgern das Geld ausging, um die Handwerker zu bezahlen.

In dem Tor befand sich zwischendurch ein Gefängnis, in dem der berüchtigte Räuber Hölzerlips einsaß.