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Von admin , 7 Januar 2026
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Herkulesbrunnen
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Heidelberg Herkulesbrunnen
Inhalt kurz

Wegbeschreibung

Für euer nächstes Ziel müsst ihr euch hier nur genau auf dem Marktplatz umsehen, dann könnt ihr den Herkules schon sehen. Geht dorthin!

Kurzfacts

Der Herkulesbrunnen in der Mitte wurde zwischen 1706 und 1709 errichtet und erinnert an den Pfälzischen Erbfolgekrieg.

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Der Erbfolgekrieg war eine Katastrophe für die Stadt Heidelberg und ihre Bewohner und dauerte neun Jahre. Wie es dazu kam? Wegen Erbstreitigkeiten. Der französische König Ludwig XIV. (ausgesprochen: Ludwig, der Vierzehnte) wollte seine Schwägerin Liselotte von der Pfalz als Nachfolgerin von Kurfürst Karl II. gegen den Willen der Kurfürsten durchsetzen.

Seine Truppen marschierten in der Pfalz ein und die Städte Worms, Speyer, Heidelberg und Mannheim wurden in Schutt und Asche gelegt und ihre Bewohner vertrieben oder ermordet. Heidelberg hatte nach dem Krieg nur noch 150 Einwohner. Mit dem Bau dieses Brunnens hier wollte man den Einwohnern Hoffnung und Mut zusprechen, ihre Stadt wieder aufzubauen.

Jetzt versteht ihr auch besser, warum Herkules auf dem Brunnen steht. Kleines Angeberwissen für euch: Herkules war der Sohn des Göttervaters Zeus in der griechischen Mythologie. Er war unermesslich stark und kraftvoll und sollte den Heidelbergern Kraft und Mut spenden.

Funfacts

Funfacts

Kennt ihr den Ausdruck: vor einer Herkulesaufgabe stehen? Herkules hatte 12 Aufgaben zu erledigen, die schier unlösbar waren. Er musste unter anderem einen Löwen besiegen, die neunköpfige Hydra töten und die Rinderställe des Augias säubern. Wenn man vor einer riesigen Aufgabe steht, die übermenschliche Kräfte erfordert, dann nennt man das Herkulesaufgabe. Das hatten die Heidelberger auch vor sich, als sie ihre Stadt wieder aufbauen sollten.

In der Altstadt heißen alle Wege, die zum Fluss führen, „Gasse“ und alle, die parallel zum Fluss verlaufen, heißen „Straße“. Zumindest betrifft das die Kernstadt des alten Heidelberg. Die einzige Ausnahme ist die „Dreikönigstraße“ – aber die hieß bis 1832 „Judengasse“.