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Wegbeschreibung
Eine Wegbeschreibung braucht ihr an dieser Stelle nicht, denn die große Kirche habt ihr sicher schon gesehen. Geht dorthin!
Kurzfacts
Die Heiliggeistkirche ist das größte Gotteshaus der Stadt und nach dem Kölner Dom eine der meistbesuchten Kirchen in Deutschland mit rund einer Million Besuchern jedes Jahr!
Inhalt lang
Um das Jahr 1400 wurde die Heiliggeistkirche gebaut. Sie war die Grabstätte der pfälzischen Kurfürsten. Sie steht heute nicht mehr im Original hier, sondern ist rekonstruiert. Die Kirche war nach der Reformation mal katholisch, dann wieder protestantisch. Und eine Zeit lang wurde die Kirche von beiden Parteien genutzt.
Das gab öfter Ärger zwischen den Menschen und so zog man eine Mauer quer durch die Kirche. Im Lauf der Jahrhunderte wechselte Heidelberg siebenmal den Glauben! Jeder Wechsel bedeutete Verfolgung. Man nennt das den großen Konfessionsstreit. Die Spaltung der Gläubigen hier in der Kirche ist ein Sinnbild des Konfliktes. Seit 1936 ist die Kirche evangelisch.
Kurfürst Karl Theodor wollte die Mauer in der Kirche später abreißen und die Kirche den Katholiken ganz überlassen. Da hatte er aber nicht mit den kämpferischen Protestanten gerechnet. Sie wehrten sich und drohten sogar mit Krieg.
Der Kurfürst ärgerte sich so sehr darüber, dass er Heidelberg verließ und seine Kurpfalz ebenfalls nach Mannheim verlegte. Dort baute er ein Schloss, das noch größer werden sollte als das der Heidelberger, und er schimpfte: „Heidelberg solle bald einem Dorf ähnlich sein und Gras solle vor den Häusern wachsen.“
Funfacts
Funfacts
In der Kirche musizierten schon musikalische Größen wie Wolfgang Amadeus Mozart und Max Reger.
Die Geschichte der Kirche ist eng mit der Universität Heidelberg verbunden. In der Kirche befand sich die Bibliotheca Palatina mit über 5.000 gedruckten Büchern. Als der katholische Feldmarschall Tilly im Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) hier einmarschierte, stahl er die Bücher und brachte sie nach Rom. So überlebten sie den Erbfolgekrieg im Vatikan.