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Die Kornhausbrücke führt über den Zollkanal. Sie wurde nach dem Getreidespeicher benannt, der hier stand. Die Hamburger waren sehr reich, weil sie viel Handel betrieben. 1321 wurde Hamburg Mitglied der Hanse. Das ist ein Bund von Kaufleuten, die sich gegenseitig unterstützten. Und wer mehr über Zoll und Handel wissen will, der liest hier weiter. Alle anderen machen mit dem gelben Aktionsbutton weiter.
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Von der Brücke aus habt ihr einen tollen Blick auf die Speicherstadt vor euch! Die Speicherstadt wurde ab 1885 gebaut und war der modernste und größte Lagerkomplex in ganz Europa. Sie zählt zum UNESCO-Welterbe. Die roten Backsteingebäude ziehen sich mehr als einen Kilometer am Wasser entlang. Darin wurden Kaffee, Tee, Teppiche, Gewürze und andere Waren gelagert. Eine echte Schatzkammer!
Als man die Speicherstadt baute, war die Lage am Wasser ideal, so konnten die Waren direkt in die weite Welt verschifft werden. Die Hamburger Kaufleute konnten viele Jahre frei handeln, wie sie wollten. Das heißt, sie mussten kein Geld für die Einfuhr ihrer Waren zahlen. Zoll nennt man das. Bis Otto von Bismarck, der übrigens auch der „Eiserne Kanzler“ genannt wurde, 1888 verlangte, dass die Hamburger Zölle auf die Waren zahlen mussten. Zähneknirschend beugten sich die Kaufleute dem Gesetz.
Aber sie verhandelten, dass sie einen Freihafen bauen durften, in dem sie ihre Waren zollfrei lagern und mit ihnen handeln konnten. Und damit war die Speicherstadt geboren. Hier konnten die schlauen Kaufleute nun zu den üblichen Konditionen handeln. Und wer die Waren dann ausführen wollte, wurde am Zollhäuschen zur Kasse gebeten. Plietsch, oder?
Funfacts
Funfacts
Die wohlhabenden Kaufleute wurden spöttisch „Pfeffersäcke“ genannt – ein Hinweis darauf, dass der kostbare Pfeffer so teuer war, dass er als Symbol ihres Reichtums galt.
Die Speicher haben bis zu acht Etagen und meterdicke Wände aus Backstein. Sie sorgen dafür, dass die Waren gut temperiert sind und ihnen die Hitze und Kälte nicht schadet. Mehr als 20 Grad wird es hier drinnen nicht. Eine Klimaanlage, die schon immer gut funktioniert hat.
Es gab übrigens auch den Beruf der Fleetenkieker, die auf Hamburgs Fleeten mit Booten Patrouille fuhren und darauf achteten, dass kein Müll in die Kanäle geworfen wurde. Fleetenkieker sammelten auch Metalle aus den Kanälen. Ihr Arbeitsgerät war ein Haken am langen Stiel. Noch heute lässt die Stadt Hamburg jedes Jahr ihre Fleete reinigen.