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Von admin , 13 Januar 2026
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Hauptwache
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Frankfurt Hauptwache
Inhalt kurz

Wegbeschreibung

Das ist der weiteste Weg zu einer Station heute. Mit Blick auf die Vorderseite der Oper geht ihr nach rechts, immer geradeaus durch die Fressgass‘ (offiziell: Große Bockenheimer Straße)! Überquert die Straße an der Ampel und lauft noch ca. 150 Meter! Auf der rechten Seite seht ihr euer Ziel.

Kurzfacts

Gebaut 1729 als Wachstation und Gefängnis, seit 1905 Café, 1944 abgebrannt, 1954 wiedereröffnet.

Inhalt lang

Des is’ e komischer Ort, odder? Guckt euch mol rum – der Platz is hier e richtischer Hauptknotepunkt, un hier geht’s ganz schön rummelig un wuselig zu, gell?

Hier treffen sich die großen Fußgängerzonen. Und auch unter euch ist ganz schön was los. Denn unter dem Platz befinden sich mehrere U- und S-Bahnhöfe, man spricht vom größten unterirdischen Schnellbahnknoten Europas. Etwa 100.000 Menschen fahren jeden Tag unter euren Füßen durch. Irre, oder? Awwer dann ma widder gedanklich nuff!

Die Alte Wache ist das einzige richtig alte Gebäude auf dem Platz. Das Gebäude der Hauptwache sieht ganz anders aus als die modernen Gebäude drumherum. Für alle, die es genau wissen wollen: Es ist im barocken Stil gebaut. Früher waren hier die Soldaten der Frankfurter Stadtwehr stationiert. Sie trainierten hier mit Waffen und verteidigten Frankfurt bei Angriffen. Nebenbei funktionierte die Wache auch als Gefängnis.

Funfacts

Funfacts

Früher wurden hier Gerichtsurteile vollstreckt. Es gab einen Schandesel, auf dem die Verurteilten sitzen mussten, und einen Pranger, an dem sie angekettet waren und bespuckt wurden. Besonders gemein ist auch das Trillerhäuschen, das hier stand, ein Käfig, den man drehen konnte, bis den dort Eingesperrten schlecht wurde.

Habt ihr schon mal vom Begriff des Schlitzohrs gehört? Das kommt von früher: Wenn jemand betrogen hatte, wurde ihm als Strafe und Zeichen das Ohr aufgeschlitzt.

Der berühmte Räuber Schinderhannes saß hier einige Zeit in Haft. Das war ein Räuber, der um 1800 vor allem im Hunsrück sein Unwesen trieb. Auch Johann Erasmus Senckenberg saß hier ein. Moment, DER Senckenberg? Vom Museum? Genau, der Bruder des Gründers des Senckenberg-Museums.