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Von admin , 16 Januar 2026
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Stiftskirche
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Stuttgart Stiftskirche
Inhalt kurz

Wegbeschreibung

Geht vom nördlichen Ende des Marktplatzes (in Richtung des Kirchturms) in die Kirchstraße! Biegt nach 50 Metern links in die Stiftstraße, bis ihr zum Eingang der Kirche kommt.

Kurzfacts

Die Stiftskirche ist die Hauptkirche der evangelischen Landeskirche. Sie ist das Wahrzeichen von Stuttgart und auch der älteste und größte Kirchenbau in der Landeshauptstadt.

Inhalt lang

Das ist die älteste Kirche Stuttgarts aus der Frühgotik. Das ist der Baustil, der um das 10. Jahrhundert modern war. Schaut euch mal die Türme an, sie sind ganz unterschiedlich! Der eine Turm ist eher kräftig und achteckig, während der andere Turm ein spitzes Dach hat und viereckig ist. Normalerweise sind die Türme auf Kirchen gleich oder zumindest ähnlich. Eigentlich war auch für den dicken Turm ein spitzes Dach geplant, aber dann ging den Bauherren das Geld aus und auf schwäbisch sparsame Art hat man einen Kompromiss gefunden und den Turm oben plattgemacht. Das war einfach günstiger.

Oben im Turm wohnten damals die Türmer. Sie hatten die wichtige Aufgabe, auf die Stadt zu schauen und vor Feinden und Feuer zu warnen. Ein Funfact zum Turm: Der Turm war als der Maßstab für alle anderen Gebäude in Stuttgart gedacht. Nichts und niemand, kein Gebäude durfte höher als der Turm. Was natürlich heißt, dass das Gotteshaus über allem steht.

Der Rathausturm, den ihr vorhin gesehen habt, wurde nach dem Krieg neu errichtet und misst seitdem nur noch 60,5 Meter. Genau, ein halber Meter weniger als der Kirchturm hier. Das ist volle Absicht gewesen! Heute allerdings überragt der Neubau der Landesbank Baden-Württemberg am Bahnhof den Turm mit seinen 70 Metern.

Heilig’s Blechle! Da hat doch jemand das Geld über die Kirche gestellt, oder wie sollen wir das verstehen?

Funfacts

Funfacts

Die Stiftskirche befindet sich am Rand des Bohnenviertels. Bohnenviertel? Warum heißt das so? Weil hier früher die Ärmsten der Bevölkerung lebten, die sich zum Essen nur Bohnen leisten konnten. Man pflanzte überall Bohnen an, wo es ging, auch in den Gärten. Und auch heute noch wird in Erinnerung daran jedes Jahr das Bohnenviertelfest gefeiert.