Inhalt kurz
Wegbeschreibung
Geht von der Kreuzigungsgruppe durch das Haupttor in Richtung Altstadt! Folgt der Karolinenstraße für ca. 100 m und biegt dann links in die kleine Gasse Lugbank! Durchquert diese und haltet euch am Ende links, bis ihr zu dem kleinen Platz auf dem Foto gelangt!
Kurzfacts
Das Pfahlplätzchen ist einer der kleinsten und gemütlichsten Plätze in der Bamberger Altstadt, und genau deshalb führen wir euch hierhin.
Inhalt lang
Umgebn von oltn Fachwerkhäusern, die ganz dicht beinand steh’n, wirkt der Platz fast wie a kloine, ruhige Eck aus a anderer Zeit, gell? Früher lebten hier viele Juden, deshalb hieß der Platz auch Judenplatz, zumindest bis 1615. Wo sich heute die Marienkapelle (Judenstraße 1) befindet, stand früher eine Synagoge.
Die Juden waren in Bamberg, wie auch in vielen Teilen Europas, nicht sehr geliebt. Im späten Mittelalter, im Jahr 1422, beschlossen die Fürstbischöfe, sie zu vertreiben und sich die jüdischen Besitztümer anzueignen. Aneignen bedeutet, sie nahmen es den Juden einfach weg.
Wir erzählen euch das, weil es so typisch für viele Städte in Europa war. Viele jüdische Gemeinden lebten zwar schon lange in Städten und arbeiteten zum Beispiel im Handel oder als Geldverleiher (weil ihnen viele andere Berufe verboten waren). Trotzdem wurden sie häufig als „Fremde“ betrachtet und hatten nicht die gleichen Rechte wie christliche Einwohner. Wenn Städte Geld brauchten oder Schulden hatten, wurden Jüdinnen und Juden oft besonders stark besteuert oder ihre Besitztümer „eingezogen“. Begründet wurde das häufig religiös oder politisch, etwa mit Vorurteilen oder dem Argument, sie stünden „außerhalb“ der christlichen Gesellschaft.
Funfacts
Funfacts
Unser Funfact für euch ist an dieser Stelle ein Zungenbrecher. Jeder Schnitzeljäger spricht den folgenden Satz dreimal hintereinander fehlerfrei aus, bevor es weitergeht:
Am Pfahlplätzchen plätschern Wasserflaschen, wir tragen Lätzchen, knabbern Plätzchen und plötzlich platscht’s am Pfahlplätzchen.