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Von admin , 26 September 2025
Beschreibung

Jetzt erzählen wir euch die Sage von den Heinzelmännchen. Lest sie vor!

In Köln, vor langer, langer Zeit, gab es kleine, fleißige Wesen, die Heinzelmännchen genannt wurden. Diese winzigen Kerle waren in der Nacht unglaublich fleißig und halfen den Menschen der Stadt, ohne dass jemand es merkte. Tagsüber sah niemand die Heinzelmännchen, denn sie verschwanden bei Sonnenaufgang.

Lili&Oskar NRW Zipfelmütze

In den Häusern der Kölner ging es deshalb immer gemütlich zu. Die Schneider, Bäcker, Schuster und viele andere Handwerker brauchten kaum noch selbst zu arbeiten, weil die Heinzelmännchen über Nacht alles erledigten. Sie nähten Kleider, backten Brot, reparierten Schuhe und taten all das mit größter Sorgfalt und Schnelligkeit. Wenn die Menschen am Morgen aufwachten, fanden sie ihre Arbeit fertig und perfekt ausgeführt vor. So konnten die Kölner den ganzen Tag faulenzen und ihre Freizeit genießen.

Doch eines Tages wollte die Frau des Schneiders unbedingt wissen, wer diese geheimnisvollen Helfer waren, die jede Nacht die Arbeit erledigten. Ihr Mann hatte sie gewarnt: „Lass die Heinzelmännchen in Ruhe, sonst verschwinden sie für immer!“ Aber ihre Neugierde war einfach zu groß.

Also beschloss die Schneidersfrau, den Heinzelmännchen eine Falle zu stellen. In der Nacht breitete sie Erbsen auf der Treppe aus, in der Hoffnung, dass die kleinen Wesen darauf ausrutschen würden. Und tatsächlich, als die Heinzelmännchen in der Nacht kamen, um ihre Arbeit zu verrichten, rutschten sie auf den Erbsen aus und purzelten die Treppe hinunter.

Grafik Köln Heinzelmännchenbrunnen

Erwischt! Die Schneidersfrau konnte sie nun endlich sehen. Was sie sah, waren kleine, zierliche Männchen mit roten Zipfelmützen und fröhlichen Gesichtern. Doch die Freude währte nicht lange, denn die Heinzelmännchen waren über den Trick so verärgert, dass sie beschlossen, Köln für immer zu verlassen.

Seitdem blieben die Werkstätten leer und die Kölner mussten ihre Arbeit wieder selbst erledigen. Kein Heinzelmännchen kam mehr, um zu helfen. Die Menschen merkten schnell, wie sehr sie die kleinen Helfer vermissten, doch es war zu spät. Die Heinzelmännchen waren verschwunden und kehrten nie wieder zurück.

Und so erzählt man sich in Köln noch heute die Geschichte der fleißigen Heinzelmännchen, die einst die Stadt so glücklich und sorglos gemacht haben. Und man sagt, dass die Moral der Geschichte ist: Manchmal ist es besser, die Dinge so zu lassen, wie sie sind, und nicht alles wissen zu wollen. Denn wer zu neugierig ist, könnte am Ende mehr verlieren, als er gewonnen hat.

So bleibt die Geschichte der Heinzelmännchen als Mahnung, dass ein wenig Geheimnis und Magie das Leben viel schöner machen können. Und wer weiß, vielleicht gibt es irgendwo da draußen noch immer ein paar Heinzelmännchen, die nur darauf warten, einer anderen Stadt zu helfen – solange niemand versucht, sie zu fangen!

Bonusrunde

Bonusrunde

  • In Köln gibt es viele Museen, in denen ihr euch die Hinterlassenschaften der alten Römer ansehen könnt. Eines der größten und wichtigsten Museen ist das Römisch-Germanische Museum am Roncalliplatz 4. Das wird gerade saniert und ist ausgelagert im Belgischen Haus in der Cäcilienstraße nahe des Neumarktes.