Inhalt kurz
Wegbeschreibung
Gegenüber vom Eingang des Doms befindet sich der Lustgarten auf der Museumsinsel. Wenn ihr da hinlauft, seht ihr rechter Hand das Alte Museum. Geht in den Garten!
Kurzfacts
Die Museumsinsel ist UNESCO-Welterbe. Hier befinden sich fünf Museen, die 6.000 Jahre Kunst und Kultur beherbergen.
Inhalt lang
So, liebe Leutchen, nu seid ihr im Lustjarten uff der Museumsinsel. Der heißt Lustjarten, weil er für die Erbauung von den Sinnen is. Also, jebt euch ma euren Jefühlen hin. Worauf habt ihr denn nu Bock? ’Ne Runde Fangenspielen? Uf’m Rasen die Flossen ausstrecken? Durch die Wasserfontänen pesen? Macht, wie et euch jefällt!
Der Lustgarten gehörte früher zum Schloss und wurde nach dem 30-jährigen Krieg neu angelegt mit Orangerie, Blumengarten, Statuen, Volieren, in denen bunte Vögel lebten. Ja, und einen Kartoffelacker gab es hier auch mal. Später kam der Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I., der das meiste Grüne abholzte und einen Paradeplatz für seine Soldaten, die „langen Kerle“, errichtete, die hier schwitzen mussten.
Erst 1790 wurde wieder Rasen gepflanzt und der berühmte Landschaftsgestalter Peter Joseph Lenné machte den Lustgarten schick und schön. Die Nationalsozialisten pflasterten in den 1930er Jahren das Grün wieder zu und funktionierten den Lustgarten um, damit hier wieder Soldaten aufmarschieren konnten. Da war dann Schluss mit Lustwandeln.
Unter Walter Ulbricht in der DDR wurde der Garten in Marx-Engels-Platz umbenannt. Erst 1999 wurde der Garten nach historischem Vorbild wiederhergestellt, so wie ihr ihn heute hier vorfindet.
Funfacts
Funfacts
Der König verbot das Betreten des Rasens im Lustgarten strengstens. Am 27. Oktober 1806 zog Napoleon Bonaparte mit seinen Truppen in Berlin ein und zum Entsetzen aller Berliner ließ er seine Soldaten ausgerechnet hier auf dem fast schon heiligen Rasen zelten. Noch heute lacht die ganze Welt über unsere typisch deutschen Schilder: „Rasen betreten verboten!“
