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Von admin , 16 Oktober 2025
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Haidplatz
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Regensburg Haidplatz
Inhalt kurz

Wegbeschreibung

Geht rechts am Theater vorbei in die Drei-Mohren-Straße und biegt an deren Ende rechts in die Ludwigstraße! Folgt dieser für 150 Meter, bis ihr zu einem großen Platz kommt!

Kurzfacts

Auf dem Platz hier wurden früher Ritterturniere abgehalten. 1393 fand ein großes Turnier statt, an dem bis zu 300 Ritter teilnahmen. Wir können uns hier richtig gut ein Ritterturnier vorstellen. Ihr auch?

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Der Haidplatz erinnert uns auch sehr an Italien, oder? Könnte doch glatt in Venedig sein! Das liegt daran, dass die Regensburger im Mittelalter viel Handel mit Italien betrieben und viele Ideen von dort mitgebracht haben. Man nannte die Händler damals deshalb auch die „Venediger“.

Der Platz ist von einigen der wichtigsten Gebäude in Regensburg gesäumt. Hier übernachteten nämlich die feinen Herren und Damen, wenn sie in Regensburg waren. Patrizier nannte man sie. Das waren die reichsten und einflussreichsten Bürger damals. Ihren Wohlstand erkannte man gut daran, wie sie gewohnt haben. Wenn ihr auf das große graue Gebäude blickt, dann seht ihr die ehemalige Kaiserherberge „Goldenes Kreuz“. Hier übernachteten schon so einige berühmte Persönlichkeiten, zum Beispiel Kaiserin Elisabeth von Österreich – auch als „Sisi“ bekannt –, wenn sie ihre Schwester besuchte.

Das Gebäude hat etwas von einer Burg, findet ihr nicht? Den imposanten Turm nennt man „Geschlechterturm“. So etwas ließen sich damals die reichen Regensburger bauen, um ihre Macht zu zeigen. Auch nach italienischem Vorbild. In der Toskana gibt es viele Städte mit diesen Türmen. Früher ließ sich jeder, der etwas auf sich hielt, einen Palazzo bauen. Wer den höchsten Turm hatte, hatte am meisten Geld. Ihr könnt noch ein paar weitere Geschlechtertürme in Regensburg sehen, wenn ihr genau hinschaut. 20 sind noch übrig. Früher sollen es um die 75 gewesen sein.

Funfacts

Funfacts

Kaiser Karl V. übernachtete auch gerne im „Goldenen Kreuz“. Wenn ihr genau hinseht, erkennt ihr über der Fensterreihe im ersten Stock ein Bildnis von ihm. Er verliebte sich in die schöne Regensburgerin Barbara Blomberg. Sie bekamen ein Kind: Don Juan d’Austria. Obwohl die beiden nicht heirateten, erkannte Kaiser Karl ihn als seinen Sohn an. Don Juan besiegte später die Türken in der „Schlacht von Lepanto“. Am Zieroldsplatz um die Ecke könnt ihr euch die Statue des Don Juan ansehen.

Lili Herz