Inhalt kurz
Wegbeschreibung
Lauft vom PACT nach links, wieder am Förderturm vorbei! Folgt dem Weg, bis ihr zu einer Unterführung gelangt! Biegt dort rechts ab und geht 50 Meter, bis ihr zum Färbergarten auf der linken Seite kommt!
Kurzfacts
Der Färbergarten wurde von Künstlern und Landschaftsarchitekten angelegt. Der Ort soll euch inspirieren und beglücken und ihr könnt ihn gleich ein bisschen erkunden.
Inhalt lang
Nä, dat is aba ma echt ein besonders Örtchen, ne? Im Garten wachsen verschiedene Pflanzen, darunter viele bunte Blumen, Sträucher und Bäume. Ein schöner Kontrast zur umgebenden Industriearchitektur, oder?
In den rechteckigen Kübeln werden Pflanzen angebaut, aus denen sich Naturfarben herstellen lassen. Früher war es jahrhundertelang üblich, durch die Verarbeitung der Pflanzen Farbe herzustellen. Wie passt das aber jetzt zur Zeche und zum Kohleabbau?
Dafür müsst ihr wissen, dass es drüben in der Kokerei eine „schwarze“ und eine „weiße“ Seite gibt. In der „schwarzen“ Seite brennt man die Kohle. In der „weißen“ wird die Kohle gereinigt und zu Koks verarbeitet. Dabei entstehen chemische Prozesse und Abfallprodukte. Man entdeckte, dass einige dieser Prozesse dabei helfen, Farbstoffe herzustellen, die stabiler und farbintensiver sind als natürliche Farbstoffe.
Diese Erkenntnisse aus der „weißen“ Seite der Kokerei revolutionierten damals die Textilindustrie. Erst mit Hilfe der Chemie aus der Kokerei konnte man auch synthetische Farben herstellen.
So macht es doch Sinn, dass man hier an die alten Traditionen des Pflanzenfärbens erinnert, oder?
Funfacts
Funfacts
Die „weiße“ Seite der Kokerei trug nicht nur zur Entwicklung und Verbesserung der Textilindustrie bei. Sie hat auch Produkte wie Waschmittel, Brausepulver und Reifen hervorgebracht.
Auf der „schwarzen“ Seite der Kokerei wurden täglich in 304 Öfen bei 1.250 Grad 10.000 Tonnen Kohle zu 8.600 Tonnen Koks „gebacken“.