Am Gitter befindet sich ein drehbarer Ring, der Wünsche erfüllen soll. Sucht ihn und lest euch dann die Geschichte dazu vor!

Ahh, des is fei die richtige Nürnberger Liebes- und Handwerksg’schicht!
Vor ganz, ganz vü Jahren, wo’s no Ritter, Handwerker und gscheite Schmied gab, do hat da Meister Kuhn g’lebt. Der war a eiserner Hund – also, ned bös, aber streng! Er hat das Brunnengitter vom Schönen Brunnen hier gemacht. Der Meister Kuhn hat eine Tochter gehabt, a bildhübschs Mädla, die Margret. Und wie des halt so is, in seiner Werkstatt hat auch ein junger Lehrling gearbeitet – ein braver, fleißiger Bursche. Der hat sich bis über beide Ohrwaschln in die Margret verknallt.
Aber, owei! Als der Meister das gemerkt hat, ist er fuchsteifl’swild geworden: „Du, Bub! So lang du nur a Lehrling bist, kriagst mei Tochter net! Eher drehst du die eisernen Ringe am Brunnen, als dass du meine Margret heiratest!“ Das war natürlich eine gspießige Red, weil jeder g’wusst hat: Die Ringe am Brunn san fest, die bewegt ka Mensch!
Doch der Lehrling – der war fei net auf’n Kopf gefallen. In der Nacht, als alles ruhig war und bloß der Wind ums Rathaus pfiff, is er heimlich in die Werkstatt ganga. Er hat sich an den Amboss gestellt, das Eisen glühen lassen und einen Ring geschmiedet – so fein, so geschickt, dass man keine Nahtstelle gesehen hat. Dann hat er den Ring heimlich in das Brunnengitter eingesetzt. Kein Mensch hat gemerkt, wo der Ring anfängt oder aufhört – und er hat sich tatsächlich drehn lassn!
Als der Meister Kuhn am nächsten Tag in der Fruah zum Brunnen ganga is und des Meisterwerk gesehen hat, ist er ganz still geworden. Dann hat er gesagt, ganz leise: „Allmächd ... des war mei Lehrling ... und i war zu streng mit ihm.“ Er hat bitter bereut, aber der Lehrling war fort – aus Nämberch raus, und nimmer widder g’komm. Und die arme Margret … die hat Tränla g’weint, Tag und Nacht.
Und heut noch – wennst am Schönen Brunnen stehst –, da findest du an der Nordostseite einen goldnen, drehbaren Ring, ganz ohne Naht, ganz glatt. Und seit 1957 gibt’s auch an der Südwestseite noch einen Ring. Und wenn du den Ring dreimal drehst, mit an guudn Wunsch im Herzen, dann bringt er dir a weng Glück – und erinnert an die Margret, an ihren verliebten Lehrling und an die Reue vom strengen Meister Kuhn.
Aufgabe: Lasst euch von einem Erwachsenen hochheben, wenn ihr nicht drankommt, und dreht den Ring!
Die Legende sagt, wer daran dreht, dem geht ein Wunsch in Erfüllung. Aber „Pssst!“ Ihr dürft nicht verraten, was ihr euch gewünscht habt.

Ich wünsche mir 3 im Weggla!

Du bist echt verfressen, Oskar! Wisst ihr überhaupt, was das ist? Das sind 3 kleine Nürnberger Rostbratwürstchen. Weggla sind Brötchen. Bekommt ihr hier an fast jeder Straßenecke. Ist schließlich unser Kulturgut. Probiert es aus! Die sind köstlich.