Von admin , 3 Dezember 2025
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Kokerei
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Essen Zeche Zollverein Kokerei
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Wegbeschreibung

Vom Maschinenpark geht ihr auf die großen Schornsteine und das Riesenrad zu und überquert vorsichtig die Straße! Geht die Treppen hoch und ihr steht auf dem Gelände der Kokerei!

Kurzfacts

In der Kokerei der Zeche Zollverein wurde früher Kohle in großen Öfen zu Koks verarbeitet, einem wichtigen Brennstoff für die Stahlproduktion.

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Koks ist ein hochwertiger Brennstoff, der vor allem in der Industrie verwendet wird. Die Kokerei auf Zollverein war eine der größten in Europa. Sie konnte große Mengen Kohle verarbeiten und eine erhebliche Menge Koks produzieren. Die Größe und die Technologie der Kokerei waren auf dem modernsten Stand, als sie gebaut wurde.

Ihr seht hier lange Reihen von Hochöfen. Darin wurde die Kohle stark erhitzt, um Koks herzustellen. Ihr müsst euch das etwa wie bei einem Toaster vorstellen: Die Öfen waren eher schmal und wurden rechts und links beheizt, damit die Kohle durchgebacken werden konnte.

In der Kokerei könnt ihr auch gut die Förderbänder erkennen, die die Kohle durch die Kokerei transportierten. Sie sind so groß, dass man sie aus der Ferne sehen kann. In den großen Türmen befindet sich die Kühlanlage der Kokerei. Wo heiß gekocht wird, muss auch gekühlt werden. Diese Türme kühlten die heißen Gase, die bei der Kohleverarbeitung entstanden.

Funfacts

Funfacts

Da die Kohle hier tatsächlich wie bei einem Toaster gebacken wurde, spricht man auch von einem Kokskuchen. Die Öfen erhitzten auf 1.250 Grad und der Kuchen war etwa bei 800 Grad durchgebacken.

Der Kokskuchen war 20 Stunden im Ofen, bis er fertig gebacken war.

Von admin , 3 Dezember 2025
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Maschinenpark
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Essen Zeche Zollverein Maschinenpark
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Wegbeschreibung

Kurzer Weg: Der Maschinenpark befindet sich gleich gegenüber vom Portalkratzer auf der linken Seite vom Parkplatz.

Kurzfacts

Der Maschinenpark zeigt euch die Dimensionen des Bergbaus. Hier könnt ihr die gigantischen Maschinen oder Teile sehen, die früher für Nicht-Bergleute unsichtbar waren.

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Wattn Kladderadatsch hier aba mal rumliecht! Nee, ihr befindet euch nicht auf einem großen Schrottplatz, sondern im Maschinenpark der Zeche Zollverein. Der Park wurde von Landschaftsarchitekten extra für uns angelegt, damit wir uns diese Maschinen ansehen können. Denn früher konnten sie nur die Bergleute sehen, die unter Tage malochten, für uns „Obenbleiber“ waren sie nicht sichtbar. Und wir schwören, dass wir schon den einen oder anderen ehemaligen Bergmann gesehen haben, wie er sich die Maschinen hier wehmütig angesehen hat.

Bei den Maschinen hier müsst ihr euch vorstellen, dass sie zum Teil nur einen kleinen Teil der ganzen Maschine ausmachen. Dann bekommt ihr eine Vorstellung davon, wie groß die kompletten Geräte so waren. Maschinen im Bergbau unter Tage mussten besonders groß und stabil sein, um den extremen Bedingungen in den tiefen Minen standzuhalten. Der Abbau erfolgte oft in sehr harten Gesteinen. Maschinen mussten so gebaut sein, dass sie diese harten Materialien durchbrechen konnten, was eine starke Konstruktion und leistungsfähige Motoren erforderte.

Die Bohrhämmer des „Hydraulik-Baggers“, der unter Tage eingesetzt wird, können eine Schlagkraft von bis zu 150 Kilonewton (kN) auf den Gesteinsblock ausüben. Zum Vergleich: 1 Kilonewton entspricht ungefähr der benötigten Kraft, um etwa 100 Kilogramm zu heben. Das bedeutet, dass diese Maschinen mit einer Kraft von bis zu 15.000 Kilogramm auf das Gestein einwirken, um es aufzubrechen.

Funfacts

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Der Bagger 293, auch bekannt als „Bagger 288“, ist der größte Bagger der Welt, der jemals gebaut wurde. Er wiegt ungefähr 13.500 Tonnen und hat eine Höhe von 96 Metern. Seine Schaufel kann bis zu 240 Kubikmeter Erde auf einmal bewegen. Er wird im Braunkohle-Tagebau verwendet, nicht hier.

Von admin , 3 Dezember 2025
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Portalkratzer
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Essen Zeche Zollverein Portalkratzer
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Wegbeschreibung

Geht links am Färbergarten vorbei, bis ihr zu einer kleinen Kreuzung kommt! Biegt dort links ab und durchquert die Unterführung! Folgt dem Weg für ca. 80 Meter, bis ihr auf der linken Seite den Portalkratzer sehen könnt!

Kurzfacts

Wat n Kawwenzmänneken, ne? Unter dem Portalkratzer müsst ihr euch zu aktiven Zechen-Zeiten einen großen Kohlenberg vorstellen, über dem das Gerüst steht.

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Dat ist aba mal ein ganz schönes Ungetüm! Könnt ihr euch vorstellen, wozu diese Monstermaschine dient? Nein, es ist kein Gerät aus Transformers! Das gigantische Gerät ist vielen ein Rätsel. Aber ihr wisst gleich mehr darüber und könnt es den Leuten mit den fragenden Blicken, die an euch vorbeilaufen, verraten: Es ist ein Portalkratzer! Getz wisst ihr Eumel auch nicht weiter? Dann verraten wir euch, wofür man den benötigt! Ihr müsst euch unter dem Gerät einen riesigen Berg Kokskohle vorstellen. Der Kratzer konnte mit seinem Arm von der Halde Kohle herausschaufeln und einsammeln.

Und wozu dat gut sein soll? Früher waren die Förderbänder und die Maschinerie der Zeche dauernd in Bewegung. Stillstand war unmöglich. Wenn man dringend Kohle brauchte, konnte man den Betrieb nicht einfach anhalten, damit hätte man die genau geplanten Abläufe in Gefahr gebracht. Also kommt der Portalkratzer ins Spiel. Mit seinem Greifarm konnte er sich die Kohle einfach abgreifen und man hatte immer Zugriff auf Kohle, wenn man sie benötigte.

Heute steht er hier und erinnert uns daran, wie Technik früher dazu beigetragen hat, das Leben der Menschen zu verbessern und wie beeindruckend diese Maschinen waren. Der Portalkratzer ist aber auch ein Symbol für die Ingenieurskunst und die harte Arbeit der Bergbauindustrie. Er ist auch ein beliebtes Fotomotiv für die Besucher der Zeche Zollverein. Also zückt mal schön eure Kameras!

Funfacts

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Die Bergleute müssen einen Kopfschutz tragen. Bergmänner tragen einen gelben Helm, Handwerker einen blauen und Ingenieure einen weißen Helm.

Unter Tage sind es etwa 30 bis 40 Grad. Stellt euch das mal vor: Es ist Hochsommer und ihr müsst körperliche Schwerstarbeit leisten. Ein echt harter Job!

Von admin , 3 Dezember 2025
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Färbergarten
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Essen Zeche Zollverein Färbergarten
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Lauft vom PACT nach links, wieder am Förderturm vorbei! Folgt dem Weg, bis ihr zu einer Unterführung gelangt! Biegt dort rechts ab und geht 50 Meter, bis ihr zum Färbergarten auf der linken Seite kommt!

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Der Färbergarten wurde von Künstlern und Landschaftsarchitekten angelegt. Der Ort soll euch inspirieren und beglücken und ihr könnt ihn gleich ein bisschen erkunden.

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Nä, dat is aba ma echt ein besonders Örtchen, ne? Im Garten wachsen verschiedene Pflanzen, darunter viele bunte Blumen, Sträucher und Bäume. Ein schöner Kontrast zur umgebenden Industriearchitektur, oder?

In den rechteckigen Kübeln werden Pflanzen angebaut, aus denen sich Naturfarben herstellen lassen. Früher war es jahrhundertelang üblich, durch die Verarbeitung der Pflanzen Farbe herzustellen. Wie passt das aber jetzt zur Zeche und zum Kohleabbau?

Dafür müsst ihr wissen, dass es drüben in der Kokerei eine „schwarze“ und eine „weiße“ Seite gibt. In der „schwarzen“ Seite brennt man die Kohle. In der „weißen“ wird die Kohle gereinigt und zu Koks verarbeitet. Dabei entstehen chemische Prozesse und Abfallprodukte. Man entdeckte, dass einige dieser Prozesse dabei helfen, Farbstoffe herzustellen, die stabiler und farbintensiver sind als natürliche Farbstoffe.

Diese Erkenntnisse aus der „weißen“ Seite der Kokerei revolutionierten damals die Textilindustrie. Erst mit Hilfe der Chemie aus der Kokerei konnte man auch synthetische Farben herstellen.

So macht es doch Sinn, dass man hier an die alten Traditionen des Pflanzenfärbens erinnert, oder?

Funfacts

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Die „weiße“ Seite der Kokerei trug nicht nur zur Entwicklung und Verbesserung der Textilindustrie bei. Sie hat auch Produkte wie Waschmittel, Brausepulver und Reifen hervorgebracht.

Auf der „schwarzen“ Seite der Kokerei wurden täglich in 304 Öfen bei 1.250 Grad 10.000 Tonnen Kohle zu 8.600 Tonnen Koks „gebacken“.

Von admin , 3 Dezember 2025
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Schacht 1/2/8
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Essen Zeche Zollverein Schacht 1-2-8
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Geht jetzt aba mal flotti-karotti zurück zur Kohlenwäsche! Lauft dann an der Rolltreppe vorbei und links durch die Unterführung, bis ihr zu einem großen Parkplatz kommt! Haltet euch am Ende des Parkplatzes rechts, bis ihr hierherkommt!

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Schacht 1/2/8 ist die älteste Anlage der Zeche. Man nennt sie auch die „Gründerschachtanlage“, weil sie bereits 1851 in Betrieb genommen wurde.

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So getz gibbet ma wat Bildung für euch Pappnasen!

Der Architekt Fritz Schupp und der Ingenieur Martin Kremmer entwarfen Schacht 1/2/8 in den 1930er Jahren im Bauhaus-Stil. Der Turm ist nicht nur funktional, sondern auch ein beeindruckendes Beispiel für moderne Architektur und Ingenieurskunst. Früher waren Industriegebäude eher hässlich und klobig, da sticht der elegante Turm hier ganz schön positiv heraus!

Die Gründerschachtanlage 1/2/8 wurde 1847 gebaut und immer wieder modernisiert, erweitert und ausgebaut. Mit dem Umbau änderte sich auch im Laufe der Jahre die Funktion der Anlage. Früher gab es hier zwei Schächte, die zum einen die Kohle förderten, also von unten nach oben transportierten, und zum anderen dafür sorgten, dass Frischluft nach unten kam und Wasser aus dem Schacht abgepumpt wurde. Das nennt man Wetterschächte.

Als dann die Schachtanlage XII gebaut wurde, wurden die Funktionen eingestellt und man nutzte den Schacht, um die Bergleute unter Tage zu bringen und um Material zu befördern.

Funfacts

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Unter der Zeche gibt es etwa 150 Kilometer unterirdische Strecken. Wie unsere Omma imma sacht: „Unter de Erde siehtet hier aus wie’n Schweizer Käse!“

Durch den Steinkohle-Bergbau ist das Ruhrgebiet bis zu 40 Meter abgesackt.

Von admin , 3 Dezember 2025
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Neophytengarten
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Essen Zeche Zollverein Neophytengarten
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Geht nun, wenn ihr mit dem Gesicht zur Kohlenwäsche steht, nach links und haltet euch dann hinter dem Gebäude rechts, wo ihr zu den stillgelegten Gleisen kommt. Hier befindet sich der Neophytengarten.

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Neo…, wat? Neophyten sind Pflanzen, die ursprünglich gar nicht aus unserer Gegend kommen. Sie sind aus anderen Ländern oder Kontinenten zu uns gekommen und wachsen jetzt hier bei uns.

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Goldrute aus den USA, Greiskraut aus Südafrika, Knopfkraut aus Kolumbien – hier in diesem Garten könnt ihr Pflanzen aus aller Welt finden. Nä, wat is dat schön, wie dat blüht und duftet, gerade im Frühling und Sommer!

Aber wie kommen die Pflanzen alle hierher? Manche der Pflanzen und Samen wurden absichtlich hergebracht, weil sie hübsch aussehen oder nützlich sind. Andere sind einfach durch den Wind, das Wasser oder durch den Handel hierher gelangt. Sie kleben an Schuhen, an Schiffen oder Zügen fest. Andere Samen heften an Zugvögeln und fallen hier ab. Man findet deshalb viele Neophyten vor allem entlang von Zuglinien und Autobahnen. Manche Neophyten fühlen sich dann so wohl bei uns, dass sie sich sehr stark ausbreiten und sogar andere Pflanzen verdrängen.

Hier in der Zeche Zollverein versucht man, die Landschaft wieder natürlicher zu machen. Man nennt das „renaturieren“. Das bedeutet, dass Menschen eingreifen, um die Natur zu unterstützen. Man hilft der Natur also dabei, sich wieder so zu entwickeln, wie es früher einmal war, bevor sie durch das Eingreifen des Menschen verändert wurde. Wie ihr unterwegs sehen könnt, wächst in vielen Bereichen der Zeche die Natur jetzt wieder zurück. Durch die Renaturierung werden Pflanzen und Tiere, die ursprünglich in der Gegend vorkamen, gefördert.

Vielleicht trefft ihr ja auch unterwegs die Schafherde an, die hier weidet, um als ökologischer Rasenmäher die großen Mähmaschinen zu ersetzen.

Funfacts

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Hier gibt es etwas Angeberwissen für euch: Neos heißt auf Griechisch neu und phyton ist die Pflanze. Also heißt das Wort zusammengesetzt und übersetzt wie? Genau! Neue Pflanze! Nicht zu verwechseln mit Python, das etwas ganz anderes ist. Ein h im Wort wird verschoben und schon wird aus einer Blume ein Tier. Sachen gibbet, die gibbet gar nich.

2017 wurde hier eine einzigartige Brombeer-Art entdeckt: Sie heißt „Rubus zollvereinensis“.

Von admin , 3 Dezember 2025
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Kohlenwäsche
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Essen Zeche Zollverein Kohlenwäsche
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Geht vom Ehrenhof links am Förderturm vorbei, bis ihr auf einen großen Platz kommt! Haltet euch dort links und lauft bis zur großen Rolltreppe!

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Die Kohlenwäsche ist der Bereich in einer Zeche, in dem die geförderte Kohle gereinigt, zerkleinert und sortiert wird, um sie von unerwünschten Bestandteilen zu befreien.

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Die Kohlenwäsche ist das größte Gebäude der Zeche. Sie ist 90 Meter lang und 30 Meter breit. Hier wurde die Kohle gewaschen, sortiert und getrocknet. Wenn die Kohle aus der Erde geholt wird, ist sie noch nicht verwendbar, sondern voller Steine und Erde. Nachdem die Kohle „gewaschen“ ist, wird sie in verschiedene Größen sortiert. Am Ende des Prozesses habt ihr saubere Kohle, die zum Beispiel in Kraftwerken oder für andere Dinge genutzt werden kann. Die Kohlenwäsche hilft also dabei, die Kohle in eine Form zu bringen, die wir verwenden können.

Heute ist hier in der Kohlenwäsche das Besucherzentrum untergebracht. Das ist die Anlaufstelle für alle, die auf die Zeche kommen. Die knallige orangefarbene Rolltreppe nach oben ist 58 Meter lang und ein echtes Erlebnis! 90 Sekunden braucht sie von unten nach oben. Vielleicht habt ihr ja die Gelegenheit, damit nach oben zu fahren, aber ohne uns. Denn unsere Schnitzeljagd findet ausschließlich draußen statt.

Funfacts

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Die Rolltreppe soll den Weg nachstellen, den die Kohle auf den Förderbändern genommen hat, auf dem Weg in die Wäsche. Wenn ihr also nach oben fahrt, dann wisst ihr, wie sich die Steinkohle so fühlt. Vielleicht werdet ihr ja auch auf dem Weg nach oben gereinigt?

Man kann auch im Rahmen einer Führung oben auf das Dach steigen, von dort bekommt ihr einen tollen Überblick über das Gelände!

Von admin , 3 Dezember 2025
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Ehrenhof
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Essen Zeche Zollverein Ehrenhof
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Hier steht ihr vor der schönsten Zeche im Ruhrgebiet! Vor fast 200 Jahren, 1839, bekam die Familie Haniel die Schürfrechte für Kohle zugesprochen und die Arbeit an der größten Industrieanlage überhaupt konnte beginnen. Schon acht Jahre später wurde der erste Schacht gelegt, 1851 die erste Kohle gefördert und 1986 wurde die Zeche dann geschlossen. Heute ist Zollverein ein Ort für Kunst und Kultur, Jogger und Spaziergänger, Entdecker und für euch Schnitzeljäger.

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Ganz Deutschland war jahrzehntelang von den Zechen abhängig. Der Kohleabbau war so wichtig für dat ganze Ruhrgebiet wie sonst nix. Ohne Kohle und Stahl wäre das Ruhrgebiet nie entstanden. In den 1950er Jahren arbeiteten rund 400.000 Bergleute auf den Zechen. Und Zollverein hier ist eine der größten Zechen im Ruhrgebiet. Zwischen 1851 und 1986 wurden hier um die 240 Millionen Tonnen Kohle abgebaut. Dat is doch echt der Wahnsinn, ne?

Zollverein ist auch das größte Steinkohlebergwerk Europas. Sie machte nicht nur die Familie Haniel unermesslich reich, sondern sorgte auch dafür, dass das sonst so arme Ruhrgebiet im wahrsten Sinne des Wortes „Kohle“ machte und zum Industriestandort wurde. Ihr könnt ja nur das riesige Gelände oberirdisch sehen. Aber unter euch, alter Schwede, da geht es echt tief unter die Erde. Jede Menge Schächte, Stollen und Tunnel bilden ein unterirdisches Labyrinth, in dem die Kohle abgebaut wurde!

Der Ehrenhof hier wurde genutzt, um Besucher der Zeche zu beeindrucken. Man nennt Zollverein ja auch nicht umsonst „Die schönste Zeche des Ruhrgebiets“. Und die Architekten gaben sich große Mühe, dass sie so schön wurde. Man plante die Gebäude und das Gelände sehr genau, funktionell und geradlinig im Stil der neuen Sachlichkeit. Wie ein Barockschloss wurde hier jedes Detail genau bedacht und angelegt. Man wollte keinen hässlichen Standort, der stinkt, sondern einen Ort, auf den die Bürger stolz sein können. Das erklärt auch dieses prächtige Rasenstück. Hier im Eingang durften sich die Arbeiter nicht aufhalten, sie waren viel zu dreckig und man wollte ja auch etwas herzeigen und präsentieren.

Funfacts

Funfacts

Der Rasen war früher ein edler englischer Rasen. Also very much gepflegt. Wer den Rasen betrat, musste 5 Mark Strafe zahlen. Die wurden direkt vom Lohn abgezogen.

Wenn die gesamte Weltbevölkerung, also etwa 8 Milliarden Menschen, jeweils 62,5 kg wiegt, ergibt das ungefähr 500 Millionen Tonnen. 240 Millionen Tonnen Kohle wären also fast die Hälfte des Gewichts aller Menschen auf der Erde!