Von admin , 17 Januar 2026
Text
Aufgabe 1: Über den Fenstern im ersten Stock findet ihr an der Fassade Porträts von wichtigen Konstanzer Persönlichkeiten. Welchen ungewöhnlichen Vornamen hat Herr Blarer?
Lösung

Ambrosius. Der Name leitet sich aus dem Altgriechischen ab und bedeutet „unsterblich“. Es gibt übrigens auch die Speise der Götter, die unsterblich macht. Die heißt Ambrosia.

Für alle, die es genau wissen wollen: Blarer war ein Mönch und ein schlauer Mann. Früher waren die meisten Menschen katholisch. Erst durch Martin Luther änderte sich das. Luther wollte die Kirche gerechter machen und verändern, reformieren nennt man das. Auch der Mönch Blarer war Reformator und hat viele Kirchenlieder geschrieben.

Von admin , 17 Januar 2026
Beschreibung

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Bonusrunde

Bonusrunde

  • Das Haus zum goldenen Löwen in der Hohenhausgasse 3 ist wohl das älteste spätmittelalterliche Hochhaus. Sehr sehenswert! So sieht es aus: FOTO
  • Und auch das bunte Haus am Obermarkt könnt ihr euch noch ansehen. Das ist genau der Platz, an dem Kaiser Barbarossa den Frieden mit der Lombardei geschlossen hat. Sieht das Haus von außen nicht aus wie ein Comic?
Von admin , 17 Januar 2026
Beschreibung

Lauft jetzt durch das Tor ein paar Meter in Richtung Altstadt!

Viele mittelalterliche Häuser haben Namen, weil es früher keine Hausnummern gab. Hausnummern hat erst Napoleon nach Deutschland gebracht. Die Menschen erkannten ein Haus an seinem besonderen Zeichen, seiner Farbe oder daran, wer darin wohnte – zum Beispiel „Zum goldenen Löwen“ oder „Beim Bäcker Hans“ – so konnte jeder leicht den richtigen Ort finden.

Von admin , 17 Januar 2026
Text
Aufgabe 2: Wer wohnte wohl in dem Haus in der Hussenstraße 62?
Lösung

Eine Dogge.

Von admin , 17 Januar 2026
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Aufgabe 1: In Konstanz werden die Laternen nummeriert. Welche Nummer hat die Laterne am Schnetztor? Sucht sie! Sie befindet sich innen im Toreingang.
Lösung

Nummer 16.

Von admin , 17 Januar 2026
Beschreibung

Jetzt schicken wir euch en bisschen rum. Schließlich heißt es Aktionskarte und nicht Ruhekarte.

Zusatztext
Aufgabe 3: Wie würdet ihr euer Haus nennen?

Ganz klar! Mein Haus hieße Zur zuckersüßen Kirschtorte!

Du bist echt verfressen, Oskar. Guggt mol, das Haus Nummer 60 heißt „Haus zum Schwert“. Erbaut um 1450. Das ist noch bevor Amerika entdeckt wurde.

Geht zur Hussenstraße 64!

Das ist das Hus-Haus, in dem Jan Hus im Jahr 1414 Unterkunft fand. 

Aufgabe 4: Sucht die Plakette über dem Haus! Dann könnt ihr sehen, wie er ausgesehen hat.

Wenn ihr wissen wollt, wer das war, lest weiter! Wenn nicht, lest es einfach nicht und spielt mit der rosa Rätselkarte weiter.

Jan Hus war vor über 600 Jahren ein mutiger Mann aus Böhmen (das ist heute ein Teil von Tschechien). Er war ein Priester und Lehrer, der wollte, dass die Kirche ehrlicher und gerechter ist. Er sagte offen seine Meinung – auch wenn das gefährlich war. Im Jahr 1414 kam Jan Hus nach Konstanz, weil dort ein großes Treffen stattfand, das Konzil von Konstanz. Er wollte dort seine Ideen erklären und verteidigen. Leider wurde er gefangen genommen und im Jahr 1415 in Konstanz auf dem Scheiterhaufen verbrannt, weil die Mächtigen seine Ansichten nicht akzeptieren wollten. Heute erinnern in Konstanz ein Denkmal und eine Gedenkstätte an ihn – als Zeichen für Mut und Meinungsfreiheit.

Bonusrunde

Bonusrunde

  • Nicht weit von hier befindet sich die Kunstgrenze, genau auf der Grenze zwischen der Schweiz und Deutschland. Der Künstler Johannes Dörflinger hat hier Skulpturen aus dem Tarot platziert.
  • Neben dem Turm gibt es ein Café, in dem man auch essen kann.
Von admin , 17 Januar 2026
Überschrift
Imperia
Bild
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Konstanz Imperia
Inhalt kurz

Wegbeschreibung

Die Imperia habt ihr bestimmt schon entdeckt. Sie befindet sich gegenüber vom Konzil am Ende des langen Stegs.

Kurzfacts

Die Imperia wurde am 24. April 1993 aufgestellt. Die Statue wurde vom Künstler Peter Lenk geschaffen. Genau, den kennt ihr schon von dem Ferkelbrunnen, äh, vom Triumphbogen, gelle?

Inhalt lang

Sie steht direkt am Hafen und ist wirklich riesig – ganze 9 Meter hoch und 18 Tonnen schwer! Alle vier Minuten dreht sie sich einmal um sich selbst, sodass man sie von allen Seiten bestaunen kann. Seht sie euch mal genau an, diese Schönheit! Die Imperia trägt einen langen Umhang und auf ihrem Kopf eine Mütze mit kleinen Glöckchen, die an eine Narrenkappe erinnert. In ihren ausgestreckten Händen hält sie zwei kleine Männchen: Einer trägt eine Krone, der andere eine besondere Mütze, die an einen Papst erinnert. Vielleicht erinnert die Statue wie so vieles hier an das berühmte Konzil. Die schöne Frau hält die beiden mächtigsten Männer, Papst und König, in ihren Händen.

Für alle, die es genau wissen wollen: Imperia heißt auf Deutsch Kaiserin und ist der Name einer berühmten Kurtisane, die um 1500 in Rom lebte. Was eine Kurtisane ist, das lasst ihr euch am besten von euren Eltern erklären. Wir reden ja hier von sogenannten Hübschlerinnen. Während des Konzils sollen 700 Hübschlerinnen in der Stadt gewesen sein, bei knapp 5.000 Einwohnern.

Funfacts

Funfacts

Die Statue wurde in einer Nacht-und-Nebel-Aktion aufgebaut und war ein Skandal! Zu nackt! Zu politisch! Man war empört und es war lange nicht klar, ob sie bleiben durfte. Die Kirche fand das gar nicht witzig. Heute ist sie eine der meistfotografierten Sehenswürdigkeiten in Konstanz.

„Machen Sie, was Sie wollen, aber bitte stellen Sie keine nackte Frau auf“, bat man den Künstler. Lenk versprach es. Er hat sich daran gehalten – sie trägt ja einen Umhang.

Von admin , 17 Januar 2026
Überschrift
Konzilgebäude
Bild
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Konstanz Konzilgebäude
Inhalt kurz

Wegbeschreibung

Lauft mit dem Rücken zum Hohen Haus die Zollernstraße bis zur Ampelkreuzung! Überquert dort die Straße und haltet euch rechts, bis ihr zum Bahnübergang gelangt! Geht über die Schienen in Richtung Bodensee! Euer Ziel seht ihr bereits auf der rechten Seite.

Kurzfacts

Ehemaliges Warenlager, das über 500 Jahre lang Waren vom Hafen lagerte und auch einige hohe Geistliche beherbergte.

Inhalt lang

Das ist es also, das berühmte Konzilgebäude! Vom Konzil selbst habt ihr ja schon viel gehört, gelle? Genau!

Das war die Sache mit dem Schisma. Dem Schiss-Was? Dem großen Abendländischen Schisma, ihr Pappnasen. Ihr wisst schon, die drei Päpste, die jeder allein Papst sein wollten, ziemliches Wirrwarr in der Kirche, die Leute wussten nicht mehr ein noch aus, wer war jetzt der Richtige, der einzig Wahre? Eine Lösung musste her!

Darum trafen sich in Konstanz viele Bischöfe, Fürsten und Gelehrte zum Konstanzer Konzil (1414–1418), um das Problem zu lösen. Am Ende setzten sie die drei Päpste ab. Und weil es nicht so viele große Häuser gab, sperrte man die Kardinäle hier im Warenlager ein und ließ sie so lange entscheiden, bis weißer Rauch aufstieg. Das war nämlich das Zeichen, dass man sich auf einen Papst geeinigt hatte. Wohl bemerkt EINEN Papst. Und das war Martin V. Und das Schisma war beendet.

Hier seid ihr auch an unserem schönen Hafen und könnt den Schiffen beim An- und Ablegen zusehen.

Funfacts

Funfacts

Während des Konzils verdoppelte sich die Bevölkerung der Stadt. Über 30.000 Menschen – darunter Kaiser, Kardinäle, Adelige, Gelehrte und Händler – strömten in die Stadt. Die Gasthäuser waren überfüllt, und oft mussten Delegierte sogar in Lagerräumen schlafen.

Heute übernachten die Saisonarbeitskräfte des Restaurants im Konzilgebäude.

Von admin , 17 Januar 2026
Überschrift
Hohes Haus
Bild
Image
Konstanz Hohes Haus
Inhalt kurz

Wegbeschreibung

Geht hinter dem Münster rechts am Spielplatz vorbei den Weg runter.  Biegt hinter dem Haus Zum Silbrin Mond links ab und folgt der Gasse bis zum Ende. Euer Ziel könnt ihr von dort nicht verfehlen.

Kurzfacts

Das Hohe Haus stammt aus dem Mittelalter und ist eines der ältesten Häuser der Stadt. Es wurde 1294 von einer reichen Patrizierfamilie gebaut.

Inhalt lang

Vorsicht! Wenn ihr hier früher gestanden hättet, dann hättet ihr nasse Füße bekommen. Denn das Ufer vom Bodensee ging bis hier hoch. Wenn ihr euch das Bild oben anseht, dann könnt ihr sicher herausfinden, wozu der Platz früher diente. Ratet mal, die Lösung findet ihr auch an der Hauswand geschrieben!

Wir Konstanzer sind immer sehr stolz, wenn wir erklären können, dass wir etwas erfunden und in der Welt verbreitet haben. Legen wir mal los! Das Hohe Haus hier war das höchste Bürgerhaus, das es je gegeben hat: Es hatte ganze 7 Stockwerke! Und das im finsteren Mittelalter. Also war es quasi der erste Wolkenkratzer der Welt. Da kann New York sich mal umgucken.

Jetzt seht euch mal genau an, was es für Köstlichkeiten auf dem Bild gibt! Oskar ist ganz aus dem Häuschen. Eine der Lieblingsspeisen von Oskar und uns Konstanzern ist das Dünnele. Habt ihr das schon mal gehört? Das ist ein dünnes Ofenbrot, das gebacken und belegt wird. Das gab es wohl auch schon im Mittelalter. Na, merkt ihrs? Wer hat also die erste Pizza erfunden? Richtig! Das waren nicht die Italiener, das waren wir. Und wir wollen ja nichts sagen, aber der Junge, ganz links, was hat der wohl in der Hand? Vielleicht können wir ja mal darüber reden, wer das erste Handy erfunden hat?

Lösung: Oberer Fischmarkt.

Funfacts

Funfacts

Auf das Dünnele kam als Belag alles, was gerade übrig war: Zwiebeln, Äpfel usw. Früher legte man meist ganze Fische und Singvögel auf das Brot, da war noch Luft zur Weiterentwicklung. Heute wird es oft mit Schmand, Zwiebeln und Speck belegt. Wie ein Flammkuchen.